SMART-Methode Schaubild

Die SMART METHODE

Die SMART-Methode ist die Grundlage meiner Arbeit. Sie basiert auf aktuellen Erkenntnissen der Verhaltensforschung und modernen Trainingslehre. Durch ein tiefes Verständnis für die Sichtweise des Pferdes, seine natürlichen Instinkte und darüber, wie Pferde lernen, lassen sich Trainings- und Lernprozesse von Anfang an nachvollziehbar, sanft und konfliktfrei gestalten. 

Dabei arbeite ich nicht nach starren Konzepten, sondern entwickle individuelle Trainingsansätze, die fortlaufend an das jeweilige Pferd angepasst werden und sowohl das Wohl des Pferdes als auch eine tragfähige Basis für die gemeinsame Arbeit im Blick behalten. Ziel ist es, gesunde, nervenstarke und leistungsbereite Pferde auszubilden und die Entstehung unerwünschter Verhaltensweisen zu vermeiden. 

Die SMART-Methode besteht nicht aus einzelnen Techniken oder dem Aneinanderreihen theoretischen Wissens. Ihre fünf Bausteine greifen, wie Puzzleteile ineinander und übernehmen jeweils eine eigene Aufgabe im Trainingsprozess. Erst im Zusammenspiel entsteht ein stimmiger Weg, der nachhaltiges Lernen ohne Versuch und Irrtum ermöglicht und die Beziehung zwischen Mensch und Pferd stärkt. 

Pferde, die so trainiert werden:

Sicherheit hat oberste Priorität und ist ein zentrales Grundbedürfnis des Pferdes. Nur wenn sich ein Pferd sicher fühlt, ist es in der Lage, ruhig zu bleiben, Signale aufzunehmen und zu verarbeiten. 

Angst blockiert Lernprozesse und führt dazu, dass Informationen nicht mehr ankommen. Ziel des Trainings ist es daher, einen Zustand zu schaffen, in dem das Pferd aufmerksam und ansprechbar bleibt. Stressfaktoren werden bewusst gering gehalten, um Sicherheit für Pferd und Mensch zu gewährleisten, insbesondere im Umgang mit herausfordernden Verhaltensweisen. 

Motivation beschreibt den inneren Antrieb des Pferdes und ist entscheidend für sein Verhalten. Sie kann aus der Befriedigung grundlegender Bedürfnisse entstehen oder aus dem erfolgreichen Umgang mit einer Aufgabe oder Situation. 

Im Training unterscheiden wir zwischen extrinsischer und intrinsischer Motivation. Während extrinsische Motivation durch äußere Einflüsse wie Belohnung oder das Vermeiden unangenehmer Konsequenzen entsteht, entwickelt sich intrinsische Motivation dann, wenn das Pferd eine Aufgabe als sinnvoll und nachvollziehbar erlebt. Diese Form der Motivation führt zu freiwilliger Mitarbeit, besserem Verständnis und dauerhaft stabilem Verhalten. Die SMART-Methode fördert gezielt intrinsische Motivation, indem dem Pferd Raum für eigenständiges Handeln und selbstständige Problemlösung gegeben wird. 

Anpassung beschreibt die kontinuierliche Abstimmung des Trainings auf das jeweilige Pferd. Anforderungen werden so gestellt das sie herausfordern, ohne zu überfordern. 

Lernen wird in der SMART-Methode schrittweise aufgebaut, wobei jeder Trainingsschritt logisch auf dem vorherigen aufbaut. Das Training orientiert sich dabei nicht an einem festen Ablauf, sondern an dem, was das Pferd in diesem Moment leisten und verarbeiten kann. Nicht das Pferd passt sich dem Trainingsplan an, sondern das Training wird fortlaufend an Lerntempo, Erfahrung, Bedürfnisse und Tagesform des Pferdes angepasst. 

Reize werden im Training nur so weit gesteigert, dass das Pferd sie noch verarbeiten kann. Das Pferd wird nicht einfach unvorbereitet mit neuen Aufgaben, Objekten oder Situationen konfrontiert, sondern gezielt und schrittweise herangeführt. 

Wie ein Pferd auf einen Reiz reagiert, hängt unter anderem von Intensität, Dauer, Abstand, Bewegung und Zeitpunkt ab. Ein Reiz kann je nach Gestaltung als ungefährlich oder bedrohlich wahrgenommen werden. Ziel ist nicht, dass das Pferd Reize lediglich aushält, sondern dass es lernt, gelassen und sicher mit ihnen umzugehen. Die gemachten Erfahrungen beeinflussen maßgeblich, wie das Pferd zukünftigen Situationen begegnet. 

Transfer beschreibt die Fähigkeit des Pferdes, ein gelerntes Verhalten auch in anderen, vergleichbaren Situationen zuverlässig abzurufen. 

Ein Verhalten gilt erst dann als gefestigt, wenn es nicht nur in einer einzelnen Übung oder am gewohnten Ort funktioniert, sondern auch unter veränderten Bedingungen Bestand hat. Die SMART-Methode legt daher großen Wert darauf, Training so aufzubauen, dass Gelerntes sicher in den Alltag übertragen werden kann.

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